„SHOPPINGMALL, EINKAUFSCENTER, KAUFHAUS, WARENHAUS, EINKAUFSPARK, OUTLETCENTER…

…für mich alles der selbe langweilige Schrott. Konsumrobotertreffpunkte.Schnell rein und wieder raus.Weil irgendwo muss ick ja meine Schlüppa kaufen.

Der nächste Flop ist ja bereits in der Projektierungsphase. Im reichen Moabit. Auf dem Gelände der Schultheiss Brauerei wird eine – unglaublich – eine Shopingmall entstehen. Huth verpflichtet sich zudem allen Moabitern jeden Tag eine kleine Summe zum Einkauf zu stiften. Damit wenigstens die Eröffnung klappt. Die Arbeiter drängeln sich schon aus aller herren Länder ohne Lohn dieses Machwerk fertig zu stellen. Die Frage wer solche irren Kisten in dieser Stadt weiterhin zuläßt, brauchen wir bei diesem Senat eh nicht zu stellen. Wer gibt dem „Investor“ eigentlich so viel Geld in die Hand?

In der Mall ist einfach kein Leben und keine Stimmung. Gut, wenn man in den bequemen luxeriösen Sitzflächen chillen möchte, stört ein garantiert niemand. Unser Einkauf an dem Tag: Eine bunte Plastikhaarspanne für 5 Euro für die siebenjährige Tochter meiner Gäste – ganz schön überteuert.

Noch ein Tipp an Herrn Huth: In meinem Bekanntenkreis kommt die Zahlungsverweigerung gegenüber den verarschten Bauarbeitern schlecht an.

Die Menschen haben nicht mehr Geld im Geldbeutel. Wie und warum sollte also auch mehr Geld ausgegeben werden, nur weil man eine neues Einkaufszentrum baut? Hätte man aber mit ein bisschen Nachdenken von selbst drauf kommen können. Und dann auch noch nicht mal die Bauarbeiter ordenlich bezahlt… Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Wegen mir kann das wegen mangelndem Umsatz bald wieder zumachen.

Bis dahin sollte man noch möglichst viele Shopping Malls bauen, damit man später darin schön Rollschuh laufen kann.“

Danke, liebe Tagesspiegel-KommentatorInnen:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/einkaufszentrum-am-leipziger-platz-in-der-mall-of-berlin-laeuft-nicht-alles-rund/11524598.html