Archiv für Januar 2017

Kopfstand Nr 20

Kopfstand Nr 20 (!)

Kopfstand Export auf Tour

Mehr zur Tour und anderen Lesungen und Konzerten:

Kopfstand Export

[Leider nur Sahara B. und Geigerzähler]

21. 1. Halle VL

22. 1. Saalfeld – Schlossberg

24. 1. Regensburg

25. 1. Davos Walhalla

26. 1. Schwyz Tübli

28. 1. Basel OFF

30. 1. Mainz – Mainusch

1. 2. Kassel im „ColorLabor“ (das ist der KulturWerkstattLaden vom Hausprojekt Agathe, Tannenheckerweg 3

2. 2. Berlin Prenzlauer Berg – KOPFSTAND Nr. 20 um 8 Uhr abends in der BAIZ mit ALARM aud Dresden und endlich gaaaaanz offizieller Sollbruchstellen CD-Release. Außerdem Wiedersehen mit Hanz.

3. 2. Meissen – Kopfstand – Export

9. 2. Berlin Friedrichshain Kopfstand Export in der Zukunft am Ostkreuz

Drei bescheuerte Kleinkünstler

[Nach einer wahren Begebenheit]

TEIL 1

Vor langer, langer Zeit in einem fernen, fernen Stadtteil von Berlin saßen drei bescheuerte, bescheuerte Kleinkünstler an einem runden, runden Tisch und diskutierten.
Sie waren auf der Suche nach neuen Ideen, denn das war ihr Handwerk. Hände hatten sie schon. Musste nur noch das Werk her.

Paul, hast du jetzt endlich mal was am Skript geschrieben?“, fragte die kleinste der drei Personen, während ihr Augenlid nervös zuckte.
Nee, nee hab ich noch nicht, muss ich jetzt mal machen, mach ich jetzt mal.
Ja? Ja? Wirklich?“
Ja doch, jetzt beruhige dich mal.“ Paul biss in eine Karotte, denn er versuchte momentan, nicht zu rauchen. Sahara konnte ganz schön nerven, mit ihrem Gerede von Disziplin und Organisation und so. Als ob Kreativität ein Lichtschalter wäre, der sich einfach an und ausschalten ließe.
Sahara sog den Rauch in ihre hektischen Lungen und hustete.
Weißt du, wenn du dich ganz genau darauf konzentrierst, kannst du dir vorstellen, dass Kreativität wie ein Lichtschalter ist, den du an- und ausmachen kannst.
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Zum Glück kein Nafri

Zwischen U-Bahn und S-Bahn sitzt ein dicker bärtiger Mann auf einem Stück Pappe. Über ihm ein Vordach eines Geschäftes, vor ihm Schneeregen. Der Mann sieht aus wie Sigmar Gabriel mit einem etwa einen Monat altem Bart. Neben ihm ein zottliger Schäferhund. Vor den beiden steht ein Pappbecher mit Kupfermünzen.
Hund: „Fliese…“
Fliese: „Psst…“
Hund: Ich hab Jürgen gesehen. Jürgen Kadeweit.
Fliese: Was?
Hund: Da hinten. Der mit den roten Plakaten.
Fliese: (zischt und zieht sich seinen Schal ins Gesicht): Du sollst nicht immer reden. Was sollen denn die Leute denken, wenn der Hund plötzlich quatscht. Dann denken die doch gleich, dass du der Wolf bist, der aus dem Tierpark ausgebrochen und als mein Hund durch die Razzia durchgeschlüpft ist. Und jetzt still! Wenn wir erkannt werden, sind wir geliefert!
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