Drei bescheuerte Kleinkünstler VI

Sechster und letzter Teil

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Leise Kazootöne rissen Sahara aus dem Schlaf.
Da kamen Paul und Hanz auf Tom und Shadia angeritten. „Kopfstand! Entspannung! Kopfstand!“, riefen sie. Sie trugen – warum auch immer – goldene Rüstungen und hatten riesige Kugelschreiberdolche dabei.

Ich erwachte orientierungslos im Friedrichshain. Verschlafen rieb ich mir die Augen, setzte mich auf und dachte an Kaffee. Draußen lag ein Hauch von Schnee. Heute war Kopfstand. Ich goß mir eine Tasse voll, setzte mich an den Tisch und starrte aphatisch nach draußen. Ich rief Hanz und Paul an, beide gingen nicht ans Telefon. Es war alles wie immer. Beruhigend. Ich trank noch einen Schluck Kaffee und freute mich auf den stressigen Tag, das halbfertige Skript, Hanz, der seinen Zug verpasst, Paul, der bis kurz vor knapp an seinen Texten schreibt. Heute war ein großartiger Donnerstag. Es war der verdammte 5.2.2017. Ich hatte noch keine Idee. Ich lächelte zufrieden.

Aus dem 19. Kopfstand. Text von Sahara. Nächster Kopfstand am 2. 2.


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