Archiv der Kategorie 'Kopfstand? Was das denn?'

Kopfstand 20 in Bild und Ton

Erstmal eine kurze Fassung. Lange Version mit nachvollziehbaren Storys wird folgen. Tausend Dank an Robert Eckstein!

KOPFSTAND#20 – musikalische Chaos-Kulturbühne aus Berlin from R.E. on Vimeo.

Drei bescheuerte Kleinkünstler

[Nach einer wahren Begebenheit]

TEIL 1

Vor langer, langer Zeit in einem fernen, fernen Stadtteil von Berlin saßen drei bescheuerte, bescheuerte Kleinkünstler an einem runden, runden Tisch und diskutierten.
Sie waren auf der Suche nach neuen Ideen, denn das war ihr Handwerk. Hände hatten sie schon. Musste nur noch das Werk her.

Paul, hast du jetzt endlich mal was am Skript geschrieben?“, fragte die kleinste der drei Personen, während ihr Augenlid nervös zuckte.
Nee, nee hab ich noch nicht, muss ich jetzt mal machen, mach ich jetzt mal.
Ja? Ja? Wirklich?“
Ja doch, jetzt beruhige dich mal.“ Paul biss in eine Karotte, denn er versuchte momentan, nicht zu rauchen. Sahara konnte ganz schön nerven, mit ihrem Gerede von Disziplin und Organisation und so. Als ob Kreativität ein Lichtschalter wäre, der sich einfach an und ausschalten ließe.
Sahara sog den Rauch in ihre hektischen Lungen und hustete.
Weißt du, wenn du dich ganz genau darauf konzentrierst, kannst du dir vorstellen, dass Kreativität wie ein Lichtschalter ist, den du an- und ausmachen kannst.
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Kopfstand 1

[Was bisher geschah]

DER BLUMENSTRAUSS

Herr Linsenmilch pflückte einen Blumenstrauß, den wollte er seiner Frau schenken. Allerdings hatte er keine Frau. Aber er hatte ein sonniges Gemüt und wußte, daß schenken glücklich macht, also schenkte er den Blumenstrauß einem Fremden, den er zufällig traf. Das war Herr Prillkemper. Herr Prillkemper freute sich über den Blumenstrauß, und noch mehr freute er sich über das gesparte Geld, denn er hatte soeben vorgehabt, bei Blume 2000 einen Blumenstrauß zu kaufen, um die Gunst der von ihm begehrten Frau Grumbach zu gewinnen. […weiter]

Lukas saß allein in der unaufgeräumten und stickigen Kellerwohnung im letzten verbliebenen Altbaukiez von Putacion herum. Während er leise vor sich hin las hatte Antonio noch eine Weile auf die Unverständlichen Wörter in seinem Rechner geschaut und den Ventilatoren gelauscht. Dann war er aufgestanden und gegangen. Lukas hatte das kaum wahrgenommen. Als Lukas den Text fertig gelesen hatte, blinzelte er in den 16 Ordnern herum, die auf dem Lapiz USB gespeichert waren. In den Ordnern waren eigenartige Dateien wie jpg, rtf, oder mp3. Was immer das auch heißen mochte. Das mit den 16 Ordnern aber, das musste ja irgendeinen Sinn machen. Dachte Lukas und öffnete KOPFSTAND1. Und dann die erste Datei:

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