Archiv der Kategorie 'Martanja und Antina'

Kopfstand Nr. 4

[was bisher geschah]


Lukas

„Kessesso?“ fragt der Mann in der Uniform und hält mir das Plastikding unter die Nase. Ich weiß nicht was das ist. Von mir ist das nicht. Irgendwas technisches, vielleicht eine Art Globe, aber es macht überhaupt keine Anstalten sich auszufalten. Das Design ist auch völlig schwachsinnig. Ein normales Globe würde niemals so offensichtlich nach Technik aussehen. Ein silbergrauer Stab, wo was draufsteht…

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Der dritte Kopfstand

[was bisher geschah]

Lukas war aufgestanden und trank Kaffee in der Gemeinschaftsküche des Containerlagers. Die Securities hatten ihn nicht hereinlassen wollen weil er eine Viertelstunde nach sieben angekommen war. Nach langer Diskussion war er dann doch hereingekommen. In der Gemeinschaftsküche hatte irgendwer seine Vorräte aufgegessen. Hungrig hatrte sich Lukas in das Sechsbettzimmer gelegt. Schlafen war schwierig, denn unter ihm war Werner und der schnarchte wie ein Sägewerk. Jetzt war Lukas so müde, dass ihn auch der Kaffee nicht mehr munter machern konnte. Trotzdem ging er zu Antonio. Was sollte er sonst mit diesem Tag an fangen. Dieser empfing ihn mit einem schiefen Lächeln und wies ihm wortlos einen seiner historischen Rechner zu. Komischer Typ, dieser Antonio. Warum der ihn ihn an seine Geräte ließ? Wahrscheinlich weil die sonst niemand benutzen wollte. Vielleicht war Antonio auch einfach einsam? Egal.

Wieder so ein Plakat und dann ein langer aber aufschlussreichen Text.

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Kopfstand 2

[…was bisher geschah]

Während Lukas dieses Video schaute, hatte er gar nicht bemerkt, dass hinter ihm jemand stand: Antonio. Was ist das? Fragte er in seinem nuschelndem Spanisch und zeigte auf den klobigen Bildschirm, der vom Beginn des Jahrhunderts stammen musste. Kultur. Antwortete Lukas. Vorkriegskultur aus Berlin. Aha, sagte Antonio und verschwand in der Küche. Lukas öffnete den zweiten Ordner:

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Kopfstand 1

[Was bisher geschah]

DER BLUMENSTRAUSS

Herr Linsenmilch pflückte einen Blumenstrauß, den wollte er seiner Frau schenken. Allerdings hatte er keine Frau. Aber er hatte ein sonniges Gemüt und wußte, daß schenken glücklich macht, also schenkte er den Blumenstrauß einem Fremden, den er zufällig traf. Das war Herr Prillkemper. Herr Prillkemper freute sich über den Blumenstrauß, und noch mehr freute er sich über das gesparte Geld, denn er hatte soeben vorgehabt, bei Blume 2000 einen Blumenstrauß zu kaufen, um die Gunst der von ihm begehrten Frau Grumbach zu gewinnen. […weiter]

Lukas saß allein in der unaufgeräumten und stickigen Kellerwohnung im letzten verbliebenen Altbaukiez von Putacion herum. Während er leise vor sich hin las hatte Antonio noch eine Weile auf die Unverständlichen Wörter in seinem Rechner geschaut und den Ventilatoren gelauscht. Dann war er aufgestanden und gegangen. Lukas hatte das kaum wahrgenommen. Als Lukas den Text fertig gelesen hatte, blinzelte er in den 16 Ordnern herum, die auf dem Lapiz USB gespeichert waren. In den Ordnern waren eigenartige Dateien wie jpg, rtf, oder mp3. Was immer das auch heißen mochte. Das mit den 16 Ordnern aber, das musste ja irgendeinen Sinn machen. Dachte Lukas und öffnete KOPFSTAND1. Und dann die erste Datei:

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