Kopfstand Nr. 46

Sechsundvierzig ist eine langweilige Zahl. Geradeaus, ohne Spirenzchen und Mythen. 23 oder 42 wären besser. Aber es ist eben der Kopfstand, der auf den 45. folgt und da wir jenen mit Bildern der Befreiung illustriert haben, machen wir doch einfach so weiter. Blaubehemdet singen wir vom Aufbau und schauen ins schöne Sachsen. 1946 hat die SED dort 49,1% bei den Landtagswahlen gewonnen. Aber 1946 ist noch kein Kopfstand. Wir befinden uns etwa 40 Jahre später in einer nordsächsischen Kleinstadt. Da hängen keine roten Fahnen mehr, sondern grün-weiße und solche in schwarzrotgold, wobei man letzteren das abgetrennte Emblem in der Mitte noch ansieht. Durch das zusammenbrechende Kartenhaus stolpern Jan, der 11 Jahre alt ist und nur das Kartenhaus kennt, sowie Sabine, die schon weiß was passieren wird, weil sie samt ihrer Couch aus einer anderen Zeit kommt. Da wo sie herkommt, aus der Gegenwart des 46. Kopfstands nämlich, passiert natürlich auch etwas, sogar in dem deutlich geschrumpften nordsächsischen Kaff. Da werden Banken ausgeraubt und ein ehemaliger Ordnungsamtsbeamter als Geisel genommen. Einige Kilometer weiter hat der letzte sozialdemokratische Bulle starke Kopfschmerzen und dann?

Wir werden sehen.

Einlass 20:00
Start: 20:30
Wie immer im SUPAMOLLY.

Gast: Comrade Stanchev

Kopfstand 45

Lesebühne mit Musik

Einlass: 20:00
Beginn: 20:30

Special Guest: Ahne

Manche Sachverhalte halten es gar nicht so sachlich, wie sie tun; sie sind im Grunde bloße Verhalte, aber das spricht natürlich niemand an. Manche sind auch nur Sachen und sonst nichts. Aber manche sind eben durchaus beides. Die müssen dann geklärt werden.
Manche Sachverhalte werden also geklärt, andere Sachverhalte werden über Klärungsversuche vollkommen unklar, die Meisten befinden sich irgendwo dazwischen. Oder eher daneben, wenn sie beispielsweise in einem Paralleluniversum feststecken, weil ein Satellit das so beschlossen hat.
Ansonsten wie immer: Auftragskillerinnen, kleine und große Ordnungsämter, ein junger Junge in einer kleinen Stadt und ein alter in einer großer anderen Sphäre, eine Zeitreisende und eine Zeitvergessende. Willkommen in der 2. Hälfte dieser Kopfstand-Staffel!

Kopfstand 44

Lesebühne mir Musik

Einlass: 20:00
Beginn: 20:30

Wenn alles klappt gibts nen livestream:

Special Guest: Jan von Im Ich (Ostberlin Androgyn)

Im katerigen Dunst des 2. Januar erhebt sich eine Lesebühne vor den drei bescheuerten Kleinkünstler*innen, denn the storyline must go on…
Es geschehen Dinge, die kaum für möglich zu halten sind und andere Dinge, die für möglich zu halten wären, aber mit denen trotzdem nicht gerechnet wird:
Zwei Personen im selben Körper versuchen, miteinander zurecht zu kommen.
Amöbengroße Ordnungsamtsbeamte leben ein hartes Life auf dem Kopf einer Zecke.
Ein Junge wehrt sich gegen seinen Mobber.
Eine Autonome redet mit den Bullen.
Eine Auftragskillerin fährt zum Camping.
Und in der DDR bekommt jemand eine SMS.

Ist das der Anfang vom Ende?

Der 43. Kopfstand

Ein ehemaliger Auftragskiller wird über dem Wattenmeer zum Riesenbaby und bleibt es auch, als das Meer wiederkommt. Auftragskiller-Mama würde mit dem entführten Jet gerne einen Looping fliegen, aber das gibt die klapprige Kiste nicht her.
Das ist zum Heulen, doch bei einer guten Lesebühne gibt es ja immer gleich mehrere Gründe zum Weinen:
Jürgen hängt zum Beispiel in einem Paralleluniversum fest, in dem alle Menschen Tentakeln auf dem Rücken haben. Sabine hingegen wurde ins Jahr 1989 katapultiert und traf im tiefsten Sachsen auf den jungen Jan. Anja hat eine komische Ledertasche in ihrer Wohnung entdeckt. Und Peter Eskobach ist nur noch amöbengroß.
Doch all das ist natürlich noch gar nichts gegen das ewige Plenum.

5. 12. im Supamolly
Tür: 20:00
Start: 20:30

Gast: Die Diebin

Kopfstand 42

--> Doors: 20:00
--> Lesung: 20:30
--> SUPAMOLLY

Special Guest: Esels Alptraum

„Die Operation Feldsalat ist in vollem Gange. Is klar. Sie wurde ja im Kopfstand 41 gestartet. Ist also noch gar nicht so lange her. Haben ja auch ein paar Leute mitbekommen. Schreiben wir hier trotzdem nochmal hin. Damit alle bescheid wissen. Hätte man auch selbst recherchieren können. Aber wir sind eben entgegenkommend. Ziemlich abgehackt, dieser Text. Gibt keinen richtigen Grund dafür. Hat sich so ergeben. Ist ja an sich nicht so viel gegen zu sagen. Aber auch nicht viel dafür. Wie das manchmal eben so ist.
Haben wir schon erwähnt, dass die Operation Feldsalat in vollem Gange ist? Hat irgendjemand eine Ahnung, was das bedeutet? Bitte melden.“